Karaoke Bars
Karaoke ist ein Gemeinschaftserlebnis. Daher ist es nicht verwunderlich, das Karoke zunächst als Kneipensport beliebt wurde, bevor es auch die heimischen Wohnzimmer erobert hat.
In Karaoke-Bars können Karaoke-Fans in gemeinschaftlicher Runde Ihre Gesangskünste zum besten geben. Häufig wird Karaoke auch in Hotels oder Clubhotels im Urlaub den Gästen zur Unterhaltung angeboten. Jeder Gast, der singen möchte, kann sich einen Titel aus einer speziellen Liste auswählen und legt diesen Zettel dem Karaoke-Jockey vor. Während des Abends wird der Gast aufgerufen und kann auf der Bühne vor dem Publikum den gewählten Song singen. Damit der Sänger textsicher ist, erscheint der Text synchron zur Musik vor dem Sänger auf einem kleinen Monitor. Die Buchstaben sind farbig in Leserichtung unterlegt. So behält der Sänger den Überblick und weiß auch, was er wann singen muss. Manche Sänger singen sehr gut, andere weniger gut. Aber der Spaßfaktor ist sehr groß, da alle Gäste einmal singen werden. Einige müssen sich erst überwinden, bevor sie auf die Bühne gehen und singen. Sie werden aber von den Gästen unterstützt und manchmal singt das Publikum beim Refrain mit. Mit einer eigenen Ausrüstung kann jeder auch zu Hause eine Karaoke-Party veranstalten.
Die meisten Karaoke-Bars befinden sich im Heimatland dieser Freizeitbeschäftigung in Japan. In Tokio gibt es sich ein spezielles Karaoke-Gebäude, es ist ein Hochhaus. Eigentlich sind alle Asiaten vom Karaoke begeistert. In fast allen Städten Asiens können für Veranstaltungen spezielle Karaoke-Kabinen gemietet werden. Diese Kabinen werden in diversen Größen, je nach Anzahl der Teilnehmer angeboten. Der Vorteil ist, dass die Mitglieder unter sich sind und keine fremden Gäste teilnehmen können. Gern werden diese Kabinen für Betriebsfeiern oder Partys gemietet.
In Europa wird Karaoke in Diskotheken, Hotels oder in Urlauberclubs angeboten. Bei diesen Veranstaltungen können alle Gäste, auch unbekannte sich die Performance ansehen. Beliebt sind inzwischen Karaoke-Wettbewerbe, die teilweise als Talentwettbewerbe ausgeschrieben werden. Es gibt aber auch Teamwettbewerbe oder Funwettbewerbe. Die Teilnehmer sollten Spaß am Singen haben. Jeder kann gewinnen, es muss nicht immer der beste Sänger sein, die Performance und Beliebtheit beim Publikum ist ebenso wichtig. Bewertet werden die Sänger je nach Art der Veranstaltung von einer Fachjury oder vom Publikum. Manchmal wird auch der Applaus des Publikums gemessen.
Spezielle Regeln für Karaoke werden von den verschiedenen Karaoke-Bars oder Diskotheken erstellt. Teilnehmen kann jeder, der Gast muss nicht unbedingt singen können. Nachdem sich der Gast aus einem Songbuch seinen Song ausgesucht hat und den Zettel abgegeben hat, wird er im Laufe des Abends aufgerufen und kann sein Lied singen. Zusammengestellt wird die Reihenfolge der Musik vom Karaoke-Jockey. Einige Karaoke-Bars verlangen von den Teilnehmern eine Gebühr, in anderen Karaoke-Bars ist es mit dem Getränkeverzehr oder dem Eintrittsgeld abgegolten. Sobald der Gast mit dem Singen an der Reihe ist, erhält er ein Funkmikrofon oder er wird auf die Bühne gebeten. In manchen Bars wird auch am Sitzplatz ein Mikrofon zugeschaltet. Aus den Lautsprechern ertönt die Instrumentalversion des Liedes. Der Text erscheint synchron zur Musik auf einem Bildschirm. Somit kann der Sänger den Text ablesen und taktgenau singen.
Jeder, der in eine Karaoke-Bar geht oder am Karaoke teilnimmt, sollte Spaß an der Beschäftigung und am Singen haben. Auch Personen, die meinen, dass sie nicht singen können, sind in den Karaoke-Bars willkommen. Viele Menschen haben beim Karaoke festgestellt, dass sie doch singen können. Bei der Auswahl sollte der Sänger allerdings die Stimmlage seiner Stimme berücksichtigen und entsprechende Lieder aussuchen. Viele trainieren zuerst allein zu Hause. Entsprechende Geräte, mit denen trainiert werden kann, werden von vielen Herstellern angeboten. Aber Karaoke ist eine Freizeitbeschäftigung, die immer in Gemeinschaft ausgeführt werden sollte, nur so bringt es auch wirklich Spaß. Wer unbedingt mitmachen möchte, aber partout nicht singen kann, für den gibt es abgewandelte Formen des Karaoke wie zum Beispiel Powerpoint-Karaoke.